epiStoa Magazine

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European Values

Rule of Law Report of the European Commission

The Rule of Law Report is a new preventive tool and part of the new annual European Rule of Law Mechanism.

The report can be found here: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/QANDA_20_1757
(in all European languages)

The aim of the report is to look at key developments across the EU – positive and negative – as well as the specific situation in each Member State. The aim of the report is to identify possible problems in relation to the rule of law as early as possible, as well as best practices. It is not a sanctioning mechanism. Areas covered by the report include: justice systems, the anti-corruption framework, media pluralism and freedom, and other institutional issues linked to checks and balances. The Rule of Law Report consists of a general report and 27 country chapters presenting the Member State-specific assessment.

CORONA FALSE ALARM? Numbers, data and background

The Proportionalists' Point Of View

K. Reiss (Univ. Kiel, Germany) and S. Bhakdi (Univ. Mainz, Germany ) answer the question whether or not the partial suspension of basic rights, unprecedented since 1949, during the corona pandemia was necessary.
Original title: CORONA FEHLALARM? Zahlen, Daten, Hintergründe. Goldegg Verlag, Wien, Berlin. 2020.

The authors mainly treat the situation in Germany, including numerous comparisons to other countries.

As the basic rights are at the heart of the European Values and as the authors' evaluation is not in the present main stream of the media, we here present a review on the book. 

Read review (in German);  download PDF version of the review in German.

Read review (in Italian);  download PDF version of the review in Italian.

Please feel free to hand in comments, objections, or additions to community@epistoa.eu, especially if you consider certain aspects insufficiently treated by Reiss and Bhakdi (e.g. legal issues, ethics, measure commensurability, ...).

Either the above texts will be changed accordingly or your contribution will be added here.

- Commentary on the commensurability of the anti-corona measures taken (German) (Italian) (French)

- Commentary on the meaning of numbers of infections (German)

- Commentary on ethical issues in corona times (Greek) (English) (Italian)

- Commentary on the six problems of "corona numbers" (German)

Amnesty International: the fight against COVID-19 and human rights

Digital surveillance to fight COVID-19 can only be justified if it respects human rights

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2020/04/covid19-digital-surveillance-ngo/

On the Future of the World

"Zhao Tingyang ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen Philosophen Chinas."
The Washington Post 27.11.2018


JÜRGEN OSTERHAMMEL (Frankfurter Allgemeine Zeitung) reviews

Zhao Tingyang: "Alles unter dem Himmel". Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung.

Human Rights Watch 2019 Report

Human rights violations as documented in the 2019 Human Rights Watch report:

https://www.hrw.org/world-report/2019

The pages on China (pp. 135-149) are particularly alarming.

L'etica spiegata a mio figlio: nuova edizione del "De Officiis" (28 Nov 2019)

Sulla nuova editione del De Officiis di Cicerone, a cura di Giusto Picone e Rosa Rita Marches (Einaudi, 2019),

e' uscita una recenzione di Alessandro Banda zu DoppioZero:  L'etica spiegata a mio figlio:

https://www.doppiozero.com/materiali/letica-spiegata-mio-figlio

Human Rights and Human Future: Development of Standards

Temma Ehrenfeld on Epicureanism today and the pursuit of happiness

Europarat/Consiglio d'Europa/European Council: No to right-wing populist faction

Il Consiglio d'Europa boccia la formazione di una frazione populista di destra:

Der Europarat lehnt die Bildung einer rechtspopulistischen Fraktion ab:

The Council of Europe declines the formation of a populist right-wing faction

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/europarat-rechtspopulismus-fraktion-demokratie

(DIE ZEIT, in German)

I partiti della destra populista non avranno un proprio gruppo nel Consiglio d'Europa. Il Consiglio d'Europa è stato fondato per proteggere la democrazia, non per distruggerla.

Rechtspopulistische Parteien werden im Europarat keine eigene Fraktion bekommen. Der Europarat sei gegründet worden, um die Demokratie zu schützen und nicht zu zerstören.

Populist right-wing parties will not have a faction in the Council of Europe since the Council of Europe has been founded to protect democracy, not to destroy it.

epiStoa: Latin and Ancient Greek as European Cultural Heritage

The promotion of Latin and Ancient Greek through epiStoa has been accepted as a European Cultural Heritage project:

https://sharingheritage.de/en/projects/european-values-and-ancient-languages-latin-and-greek/

Le latin et le grec séduisent encore

Grec_Latin_20190510-TG_FORM-TGF-012.pdf

Review: Reiss Bhakdi Corona False Alarm (German)

“Das Virus ist noch unter uns!“, “es ist mörderisch wie eh und je“, “wir wollen doch keine italienischen Zustände!”, “seht doch in die US, nach Indien!”, und “uns in Europa steht die zweite Welle bevor.” Im Trommelfeuer solcher Nachrichten reagieren Menschen ganz unterschiedlich: einige können die Litaneien nicht mehr hören, während andere sich ängstlich zitternd einigeln. Wer hat recht? Viele haben aufgehört, Nachrichten zu hören oder zu sehen, weil es schon länger eintönig wird, andere verschlingen förmlich die jeweils neuesten Fallzahlen.

Gleichzeitig hat sich bei vielen herumgesprochen, dass auf den Intensivstationen kaum Patienten mit der “Covid-19” - Entzündung liegen. Die Patienten, die in diesem Land mit seinen ca. 80 Millionen Bürgern am 6. Juli 2020 auf einer Intensivstation beatmet wurden und das Virus hatten, waren genau 146 (https://www.intensivregister.de/#/intensivregister). Mehr als 2500 waren es nie, selbst als die Pandemie ihren Gipfel hatte. Und das bei einer Intensivbettenkapazität von gut 25.000 (mittlerweile: 32.000), also bei einer Intensivstationen-Belegung mit “Covid-19”-Patienten von ca. 10%. Von Auslastung kann und konnte also nie die Rede sein. Aber: hätte eine exponentielle Zunahme von Infizierten das Gesundheitssystem in Deutschland überfordert?

Diese und viele andere Fragen beantworten Prof. K. Reiss und Prof. S. Bhakdi, deren Verdienst es ist, ein längst überfälliges Buch auf den Markt gebracht zu haben, das sowohl die interessieren wird, die die Mainstream-Nachrichten nicht mehr hören können, als auch die, die sich auf alle neuen Daten werfen, um ihre Haltung in der Krise zu konsolidieren.
Reiss arbeitet an als Gruppenleiterin an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Kiel und Bhakdi ist Professor emeritus, Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universität Mainz.

“Corona Fehlalarm? Untertitel: Zahlen, Daten, Hintergründe” liefert genau das, was es im Titel verspricht. Das Buch wurde schnell zum Bestseller und ist insgesamt gesehen sehr zu empfehlen.
In den ersten zwei Dritteln wird der Gang der Pandemie durch Zahlen, Zeitverläufe von “Fällen” und anderen Graphiken anschaulich dargestellt; dann werden die – ethisch, psychologisch, soziologisch und geriatrisch nicht zu unterschätzenden sowie vor allem juristisch noch zu beurteilenden – Kollateraleffekte beschrieben. Einige Punkte hätten dabei prägnanter ausfallen können. Im letzten Teil des Buchs stellen sich einige Wiederholungen ein. Auch werden im Eifer der Darstellung einige Experten gern mal ohne Titel erwähnt, während andere konsequent mit Titeln genannt werden. Manchem Leser wird auch der beleidigte Unterton aufstoßen, mit dem die Autoren bedauern, dass nicht mehr ausgewiesene Experten – wie sie selbst - zu Rate gezogen wurden, vor allem in den Fächern Infektiologie, Lungenheilkunde, Epidemiologie und Intensivmedizin. Das Bedauern teilen vermutlich zunehmend viele, a posteriori vielleicht sogar der Gesundheitsminister.

Man nimmt diese offensichtlichen Mängel des Buchs von Bhakdi und Reiss allerdings gern in Kauf, denn es ist den Autoren trotz des schwierigen und komplexen Themas gelungen, die im Titel gestellte Frage ohne Expertenkauderwelsch allgemeinverständlich zu beantworten. Wichtige Fachausdrücke werden separat erklärt. Bhakdis und Reiss' Bewertung der Pandemie ist wie gesagt sicher nicht sine ira et studio geschrieben, aber sie wird – a posteriori betrachtet – vermutlich viel näher am wahren Gang der Pandemie liegen als die des Ministers für Gesundheit, seiner Berater und die der ihm unterstellten Behörden.

Um eine Vorstellung zu vermitteln, ob das Buch tatsächlich lesenswert ist, folgt hier eine stark komprimierte und mit Kommentaren versehene Zusammenfassung der zentralen Gedanken, unter Auslassung vieler Details.

A. Corona-Viren
Reiss und Bhakdi beginnen mit einigen einführenden und allgemein bekannten Informationen:
Coronaviren sind weltweit für ca. 15% der grippalen Infekte verantwortlich; die Infektionen verlaufen in den meisten Fällen harmlos oder unbemerkt, in wenigen Fällen schwer und sehr selten tödlich.

B. SARS und MERS
In den letzten zwei Jahrzehnten verhielten sich zwei Viren aus der Corona-Familie anders:
- 2003: Das SARSvirus (SARS-Cov) war gefährlich und 10 % der Infizierten starben. Es war aber nicht hochansteckend, so dass sich seine Ausbreitung schnell eindämmen ließ. Es gab weltweit fast 800 Todesopfer.
- 2012: Das MERS-Virus hatte eine noch höhere Letalität (30 %), war aber auch nicht sehr ansteckend und führte zu ca. 850 Todesopfern.

C. Ausbruch in Wuhan
Ende 2019 tauchte dann in in Wuhan/Hubei das SARS-Cov-2 auf. Es war anscheinend sehr viel ansteckender: Es wurde dort bald von ca. 83.000 Infizierte und fast 5000 Todesopfer berichtet, was einer Letalität von ca. 6 % entspräche, WENN die registrierten Infizierten tatsächlich alle Infizierten gewesen sein sollten, wovon man aber kaum ausgehen kann. Die Anzahl aller Infizierten lag um einen (unbekannten) Faktor x höher und die Letalität daher um denselben Faktor x niedriger. In jedem Fall aber war die Letalität viel geringer als bei SARS-Cov und MERS.

D. Entwicklung in der Lombardei/Italien
Erste Fälle im Februar 2020 in der Lombardei: SARS-Cov-2 verbreitete sich rasch. Dabei war alarmierend, dass unerwartet viele Menschen starben. Die Todesraten von Corona-Virusinfektionen waren jedoch in allen anderen Teilen Italiens wie auch in anderen Ländern (z.B. Südkorea) deutlich geringer. Es ist also nicht gerechtferitgt von “italienischen Zuständen” zu reden. Die Ursachen der erhöhten Sterblichkeit in der Lombardei müssen also von den lokalen Behörden aufgeklärt werden.

E. Fehler im Umgang mit Zahlen
1. Wie groß ist die Anzahl der infizierten Personen und wie verändert sich diese mit der Zeit?
2. Wie viele Menschen sterben an der Infektionskrankheit?
3. Für welche Menschen ist die Infektionskrankheit gefährlich?

Antworten auf die Fragen würden Ausbreitung und Gefährlichkeit der Pandemie beschreiben.
Reiss und Bhakdi kritisieren, dass Zahlen ermittelt und veröffentlicht wurden, die kaum geeignet sind, obige Fragen zu beantworten. Zwei fundamentale Fehler wurden gemacht:

Fehler Nr. 1: Es wurde jeder positive Test- oder Screening-Nachweis von SARS-Cov-2 als “Fall” oder “Covid-19-Fall” gezählt ohne zu unterscheiden, was der betreffende Mensch für Symptome zeigte. Mit diesen Fallzahlen wurde die Öffentlichkeit monatelang geradezu bombardiert, obwohl die Zahl der Fälle - von wenigen Umständen abgesehen (s.u.) - keine Aussagekraft hat.

Fehler Nr. 2: Es wurde jeder Mensch, der verstarb und der sich zuvor mit dem SARS-Cov-2 infiziert hatte, als “Covid-19-Toter” aufgeführt, ohne zu unterscheiden, ob die Patienten primär an anderen Krankheiten oder an Covid-19, der durch SARS-Cov-2 ausgelösten Krankheit, verstorben waren.

F. Was bedeutet: “Covid-19-Fälle” ?
Es wurde bei positivem Testergebnis nicht unterschieden, ob es sich
- - um eine Infektion ohne Symptome (also um gesunde Menschen),
oder
- - um eine Infektion mit leichten Symptomen (die man ohne oder mit wenig Medikation übersteht) oder
- - um die durch SARS-Cov-2 ausgelöste Infektionskrankheit covid-19 handelte.

Alle mit dem Virus infizierten Menschen – egal, ob gesund oder krank – wurden also von Anfang an in einen Topf geworfen. Die Gesunden mit positivem Test wurden als “Covid-19”-Fälle bezeichnet, obwohl das “d” für disease=Krankheit steht, diese Leute aber gar nicht krank, sondern höchstens für eine gewisse Dauer ansteckend waren. Die Autoren formulieren den schweren, aber gerechtfertigten Vorwurf, dass die Öffentlichkeit mit Regierungs- und Presse-Informationen zu den “Fall-Zahlen” oder “Covid-19-Fall”-Zahlen in die Irre geführt wurde.

Die Autoren stellen die Frage, was der im Labor von Prof. Drosten entwickelte und in der ganzen Welt eingesetzte Test – wegen der benutzten Technik auch PCR-Test genannt - überhaupt für eine Aussagekraft hat, und kommen zum Ergebnis: So gut wie keine, denn erstens wurden PCR-Tests nie an repräsentativen Ensembles von Personen durchgeführt, sondern meistens an ganz speziellen Ensembles - z.B. zu operierenden Patienten oder in Altenheimen – so dass die Test-Ergebnisse nicht auf die Gesamtbevölkerung verallgemeinert werden können. Also läßt sich auch kaum etwas Verlässliches über den Verlauf einer Pandemie ableiten.

Natürlich ist der Test aber z.B. an Patienten sinnvoll, die operiert werden müssen, um zu wissen, ob sie im Isolations-OP operiert und danach auf einer Isolationsstation versorgt werden müssen.

Zweitens gibt es - wie bei allen Tests - falsch positive und falsch negative Ergebnisse, wobei in diesem Fall allerdings das Ausmaß der falschen Ergebnisse nicht klar war. Die Autoren verdeutlichen die Probleme der repräsentativen Ensembles und der falsch positiven Test-Ergebnisse - insbesondere bei kleinen Zahlen - mit einer Analogie aus der Ornithologie:
Wenn man Zugvögel z.B. Rotmilane auf ihrem meist kurzen Zug beobachtet und zählt, kann man selten alle zählen und zählt daher fast immer zu wenige und es ist schwierig bis unmöglich, auf die Gesamtzahl zu schließen. Zweitens hält man vielleicht ein paar Bussarde für Rotmilane (falsch positive Ergebnisse) oder man hält ein paar Rotmilane für Bussarde (falsch negative Ergebnisse). Liegt also beim Cov-2 PCR-Test die Wahrscheinlichkeit für falsch positive Ergebnisse bei 5 %, dann haben 500 von 10.000 getesteten Personen, die sich sicher nicht mit dem Virus infiziert hatten, dennoch ein positives Testergebnis.
Reiss und Bhakdi bringen als Beispiel, dass in der Charité in Berlin Mitte April mehr als 7.500 Beschäftigte getestet worden waren, davon 25 positiv (0.33 %). Bei einer Falschpositiv-Wahrscheinlichkeit von nur 1 % (was sehr wenig wäre), könnte also in Wirklichkeit niemand infiziert gewesen sein. Moral der Autoren: Man muss die Falschpositiv-Wahrscheinlichkeit kennen und darf Ergebnissen in diesem Bereich keine Beachtung schenken.

G. Was bedeutet “Covid-19-Tote” ?
Die Autoren bemängeln zu Recht, dass Presse und Politik alle Verstorbenen – egal ob die Todesursache nun die Krankheit Covid-19 war oder nicht - “Covid-Tote” nannten und nennen. Auf einem Totenschein darf als Todesursache natürlich nur dann “Covid-19” stehen, wenn die Krankheit Covid-19 auch die Ursache des Todes war. Da aber diese eigentlichen Covid-19-Toten zusammen mit all jenen genannt wurden, die z.B. nach einem Autounfall oder einem Schlaganfall gestorben und zufällig positiv auf das Virus getestet oder gescreent waren, fielen die Zahlenangaben viel zu hoch aus. Das war und ist nicht nur irreführend, sondern verbreitete Angst und Schrecken.

H. Todesursachen und Letalität
Lege artis müssten generell alle Verstorbenen mit unklarer Todesursache obduziert werden (das mag in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich sein). Geschehen ist das während der SARS-Cov-2-Pandemie allerdings fast nie und nirgendwo – manchmal aus nachvollziehbaren Gründen. Dies wäre allerdings die einzig verlässliche Methode gewesen, die Frage zu beantworten, für welche Menschen das Virus gefährlich ist. Diese Chance wurde weitestgehend verpasst.
Ein einziger Rechtsmediziner (Prof. Dr. Püschel, Hamburg) hat – es muss leider konstatiert werden: gegen die explizite Empfehlungen des Robert-Koch-Insituts - alle Verstorbenen, bei denen eine SARS-Cov-2 Infektion bekannt war, obduziert; das Ergebnis war, dass keiner der Verstorbenen ohne Vorerkrankungen war. Es wurde in den Medien zwar immer wieder von relativ jungen “Covid-19-Toten” ohne Vorerkrankungen berichtet, was letztlich aber nicht bedeutet, dass tatsächlich keine Vorerkrankungen vorlagen. Denn bei Obduktionen werden regelmäßig Erkrankungen festgestellt, die aus der Krankengeschichte nicht bekannt waren.

Soweit halten die Autoren erstens fest, dass die Anzahl der Infizierten weit höher ist als die der positiv getesteten. Die Autoren schätzen den Anteil der so genannten “Covid-19-Toten” an den Infizierten aufgrund verschiedener Arbeiten auf 0.4 %. Da ferner die primär am SARS-Cov-2 Verstorbenen weniger als die Anzahl der so genannten “Covid-19-Toten” sind, würde die wirkliche Letalität im Bereich zwischen 0.1 und 0.3 % liegen, was in Übereinstimmung mit der Heinsberg-Studie (Prof. Streek, Univ. Bonn) läge, aber – und das ist wichtig! - auch nicht sehr von den Letalitätswerten anderer Grippe-Epidemien abweicht.

I. Presse
Mit der Presse gehen Reiss und Bhakdi wegen unvollständiger und einseitiger Berichterstattung streng ins Gericht; insbesondere seien beruhigende Informationen unter den Tisch gefallen. Zum Beispiel wurden in einer Studie aus Marseille bei Pateinten, die an einer Atemwegserkrankung verstorben waren, untersucht, ob diese Patienten sich zuvor mit dem SARS-Cov-2 oder einem anderen von vier Coronaviren infiziert hatten; es wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden. Die Autoren dieser Studie kamen also zum Ergebnis, dass die Mortalität von SARS-Cov-2 vermutlich überschätzt werde.

J. “Bergamo-Drostentest-Effekt”
Im Kern skizzieren Reiss und Bhakdi – ohne das sie dies so sagen – einen “Bergamo-Drostentest-Effekt”: Die Prozession der sargbeladenen Militärlaster in Bergamo ging um die Welt und wurde von nun an 1:1 mit den jeweils neuesten “Covid-19-Fällen” - basierend auf dem PCR-Test von Prof. Drosten – assoziiert.
Diese im wesentlichen ungerechtfertigte, dafür aber fatale Assoziation trieb viele in irrationale Angststarre und baute einen politischen Druck auf, dem Minister Spahn und die Regierung als ganzes nicht widerstanden: sie sahen sich vielmehr zu weitreichenden und folgeschweren Einschränkungen von Grundrechten gezwungen. Ähnliches war in vielen anderen Ländern zu beobachtem, wobei Reiss und Bhakdi allerdings eine Reihe von interessanten Unterschieden aufzeigen.

K. Verlauf der Pandemie und ihr Management: Einschränkung der Grundrechte
Die Autoren stellen anhand von Daten des Robert-Koch-Instituts dar, dass die Reproduktionszahl ab Mitte März von mehr als 3 auf knapp 1 (am 21. März) gesunken war und dass der “Lockdown”, der zwei Tage später am 23.3. kam und besser als Grundrechtseinschränkungen bezeichnetet werden sollte, nicht zur Absenkung auf weniger als 1 beigetragen hat. Damit konsistent ist – Inkubationszeit und Infektionsdauer berücksichtigend – dass das relative Maximum der positiv getesteten Personen (also bezogen auf die Gesamttestzahl) auf Ende März/Anfang April fiel. Reiss und Bhakdi stellen nicht in Abrede, dass die Grundrechtseinschränkungen zum weiteren Absinken der Reproduktionszahl ab April geführt haben, betonen allerdings, dass die Grundrechtseinschränkungen, da nicht notwendig, zu erheblichen Nachteilen und keinen Vorteilen geführt haben.

L. Kollateralschäden
Auf die wirtschaftlichen Kollateralschäden der Grundrechtseinschränkungen (langfristige Schuldentilgung, Insolvenzen, etc) gehen die Autoren nur kurz ein. Wichtiger scheinen ihnen die komplexen Wirkungen auf Körper und Seele der Eingesperrten: eine Reihe verschiedener Krankheiten, die zum Teil fatalen Konsequenzen aufgeschobener Operationen, die Einsamkeit und die unwürdige, unmenschliche Isolation der in Altersheimen Eingesperrten; die möglichen oder sicheren Effekte auf Kinder: seelische Belastung, Einflößung von Angst und Bildungsrückstand.

Die Autoren gehen zwar auch auf juristische Aspekte ein, aber sehr zurückhaltend. Prinzipiell sind Grundrechtseinschränkungen wie die genannten Isolationen etc zwar möglich, aber jede einzelne Massnahme muss fortlaufend daraufhin überprüft werden, ob sie erstens noch notwendig und zweitens noch angemessen ist. Ob, wo und wie solche Überprüfungen stattfanden, wird leider nur in wenigen Fällen beschrieben. Darf man daraus schließen, dass viele Juristen geschlafen haben? Die Initiative SchlussJetzt.org spricht zumindest puktuell dagegen.

M. Alternativstrategien
Wie gut welche Maßnahmen in verschiedenen Ländern gewirkt haben, ist wegen unterschiedlicher Bedingungen schwer zu vergleichen. Die Autoren führen wenigstens an, dass das stark kritisierte Schweden in der Zahl der “Covid-19-Toten” pro Million Einwohner keineswegs ein Maximum darstellt, sondern im oberen Mittelbereich liegt; mehr “Covid-19-Toten” werden zum Beispiel in Spanien, Italien oder dem UK angegeben. In Tschechien und auch in Thüringen hatte die partielle Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen keine offensichtlichen Folgen auf den Gang der Pandemie; nirgendwo fand die befürchtete Explosion der “Fälle” statt, was als weiteres Argument dargestellt wird, dass die Massnahmen zumindest zu diesen Zeitpunkten keine Wirkung mehr auf die Pandemie hatten. Die Autoren fordern daher folgerichtig, dass alle Grundrechtseinschränkungen sofort aufgehoben werden sollten. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes kursiert die als pdf downloadbare Datei verfaßt von Intensivmedizinern. Sie spricht für sich und bestätigt die Forderung von Reiss und Bhakdi.

N. … und nächstes Mal ?
Auf die Frage, was eine bessere Strategie als Grundrechtseinschränkungen gewesen wäre, geben Reiss und Bhakdi die Antwort: Ein vernünftiges Konzept zum Schutz der Risikogruppe unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte. Bei einer zukünftigen in etwa vergleichbaren Epidemie wäre nach Reiss und Bhakdi also das beste: ein konsequenter Schutz der Risikogruppe, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen.

Review: Reiss Bhakdi Corona False Alarm (Italian)

Karina Reiss - Sucharit Bhakdi, Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten, Hintergründe, Goldegg Verlag, Wien-Berlin, 2020 (Corona Falso allarme? Cifre, dati e contesti, Goldegg editore, Vienna-Berlino 2020)

di Detlev Schild (professore emerito di neurobiofisica e fisiologia dell’Università di Göttingen)
(tr. dal tedesco di Francesca Rigotti)

Karina Reiss (Università di Kiel, Germania) and Sucharit Bhakdi (Università di Mainz, Germania) rispondono alla domanda se la parziale sospensione dei diritti umani fondamentali durante l’epidemia di Covid 19, senza precedenti dal 1949, sia necessaria. Gli autori trattano specificamente la situazione in Germania, offrendo numerosi paragoni con altri paesi.

«Il virus è ancora tra noi!», «è sempre più assassino», «mai come in Italia, non vogliamo le condizioni italiane»; «guardate gli Stati Uniti, l’India, il Brasile!» e «in Europa ci aspetta la seconda ondata». Davanti alla raffica di informazioni e commenti di questo genere le persone reagiscono in maniera molto diversa: alcuni non ne possono più di sentire litanie di questo genere, altri si chiudono a riccio tremanti di paura. Chi ha ragione? Molti hanno smesso di ascoltare o leggere le notizie per il loro contenuto monotono, altri divorano avidamente le nuove cifre di casi registrati.

Allo stesso tempo si è diffusa tra molti la notizia che nelle unità di terapia intensiva di tutti gli ospedali tedeschi non si trovano quasi più pazienti con infezioni da Covid-19. I pazienti che in un paese di 80 milioni di abitanti come la Germania sono ricoverati, al 6 luglio 2020, in un reparto di terapia intensiva, sono esattamente 146 (https://intensivregister.de/#/intensivregister). Non sono stati mai più di 2.500 anche durante il picco della pandemia. E questo con una capacità di 25.000 posti iniziali di terapia intensiva divenuti rapidamente 32.000: il che significa una occupazione delle unità di terapia intensiva del 10% circa. Di saturazione non si può né si poteva certamente parlare.

Ora: una crescita esponenziale di persone contagiate avrebbe sopraffatto la capacità del sistema sanitario tedesco? A questa e ad altre simili domande rispondono Karina Reiss (direttrice di ricerca nella Clinica Universitaria di Dermatologia, Venerologia e Allergologia dell’Università di Kiel) e Sucharit Bhakdi (professore emerito di Microbiologia medica e igiene dell’Università di Magonza) nel volume Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten, Hintergründe, Goldegg Verlag, Wien- Berlin, 2020 (Corona Falso allarme? Cifre, dati e contesti, Goldegg editore, Vienna-Berlino 2020). Il libro fornisce esattamente quel che promette nel titolo ed è altamente raccomandabile, oltre ad essere diventato rapidamente un bestseller.

Nei primi due terzi del volume viene ben illustrato il corso della pandemia tramite cifre, la decorrenza dei «casi» e altri grafici. Nell’ultima parte vengono descritti gli effetti collaterali, da non sottovalutare sul piano economico, psicologico, sociologico e geriatrico, nonché ancora tutti da valutare sul piano giuridico. Alcuni punti avrebbero potuto essere più concisi (vedi sotto) e l’ultima parte del libro soffre di eccessive ripetizioni. Nello zelo della presentazione inoltre, alcuni esperti vengono spesso menzionati senza titolo, mentre altri lo sono. I lettori saranno poi forse infastiditi dal tono offeso col quale gli autori deplorano che non ci si sia avvalsi della consulenza di più esperti, soprattutto nei settori delle malattie infettive, pneumologia, epidemiologia e terapia intensiva. Molti condividono lo stesso rimpianto, a posteriori, forse persino lo stesso ministro della Sanità.

Queste piccole imperfezioni del libro di Bhakdi e Reiss si accettano comunque volentieri, dal momento che gli autori sono riusciti, nonostante la difficoltà e la complessità del tema, a rispondere alle domande del titolo in maniera comprensibile per un pubblico non esperto e senza ricadere in tecnicismi incomprensibili (alcuni termini tecnici vengono comunque spiegati separatamente). La valutazione della pandemia da parte di Reiss e Bhakdi non è stata scritta sine ira et studio, sia chiaro, eppure dall’osservazione a posteriori essa presumibilmente risulterà in futuro molto più vicina alla vera evoluzione della pandemia di quella presentata dal Ministro della Sanità, dai suoi consiglieri e dalle autorità loro subordinate.

Per trasmettere l’idea che il libro è davvero degno di lettura segue qui un riassunto, denso e arricchito da commenti in corsivo, del pensiero degli autori, che trascura di necessità parecchi dettagli.

A. Coronavirus precedenti

Reiss e Bhakdi iniziano con alcune informazioni introduttive: i virus Corona precedenti al SARS-Cov2 sono stati responsabili a livello mondiale del circa il 15% delle infezioni influenzali, che decorrono nella maggior parte dei casi in maniera innocua o non rilevata, raramente grave e molto raramente mortale.

B. SARS e MERS

Negli ultimi decenni alcuni virus della famiglia dei Corona si sono comportati diversamente:

- 2003: il virus SARS (SARS-Cov) era pericoloso e portò alla morte del 10% dei contagiati. Non era però altamente contagioso, così che la sua diffusione potè essere rapidamente contenuta. Ci furono al mondo 800 decessi.

- 2012: il virus MERS aveva una letalità superiore (30%) ma non era molto contagioso (circa 850 decessi).

C. Lo scoppio dell’epidemia a Wuhan

Alla fine del 2019 a Wuhan/Hubei comparve il SARS-Cov-2, molto contagioso. Si parlò di 83.000 contagiati e di quasi 5.000 decessi, corrispondenti a una letalità del 6% circa, SE i contagiati registrati erano veramente tutti contagiati, cosa difficile da immaginare. Il numero di soggetti infetti era superiore di un fattore x (sconosciuto) e la letalità, di conseguenza, inferiore dello stesso fattore x. In ogni caso la letalità era decisamente inferiore a quella di SARS-Cov e MERS.

D. Lo sviluppo in Lombardia, Italia

Primi casi in Lombardia: SARS-Cov-2 si diffonde rapidamente. La cosa allarmante furono i molti e inaspettati decessi. I tassi di mortalità dell’infezione da Coronavirus erano tuttavia, in molte altre parti d’Italia, così come in altri paesi (es. la Corea del Sud), chiaramente inferiori, per cui non è giustificato parlare genericamente di «condizioni italiane». Si attende da parte delle autorità locali la dovuta spiegazione delle cause della elevata mortalità in Lombardia.

E. Errori nella gestione delle cifre

1. Quanto è alto il numero dei soggetti infetti e come cambia nel tempo?

2. Quante persone sono morte della malattia infettiva?

3. Per quali persone la malattia infettiva è pericolosa?

Risposte corrette a queste domande descriverebbero la diffusione e la pericolosità della pandemia. Reiss e Bhakdi criticano il fatto che le cifre fornite e rese publiche non sono in grado di rispondere alle domande di cui sopra. Sono stati infatti commessi due errori fondamentali:

Errore n. 1. Qualsiasi risultato positivo del tampone (test o screening) del SARS-Cov-2 è stato contato come «caso» o «caso di Covid-19» senza distinguere i sintomi presentati dalla persona. L’opinione pubblica è stata bombardata per mesi con questi casi, benché il loro numero – salvo poche circostanze, vedi sotto – non sia significativo.

Errore n. 2. Ogni persona deceduta e che aveva precedentemente contratto il virus SARS-Cov-2 è diventata un caso di «morte di Covid-19», senza distinguere se i pazienti erano deceduti per altre malattie o di Covid19, la malattia scatenata dal SARS-Cov-2.

F. Che cosa significa: «Casi di Covid-19»?

Nel caso di risultato positivo al tampone non è stata operata alcuna distinzione che permettesse di capire se si trattava:

- - di una infezione asintomatica (dunque di persona sana)

- - di una infezione con sintomi leggeri (superabile senza o con pochi medicinali)

oppure

- - della contrazione della malattia infettiva Covid-19 scatenata da SARS-Cov-2.

Tutte le persone contagiate dal virus - sane e malate senza distinzione – sono state gettate dall’inizio in un unico pentolone. I soggetti sani con tampone positivo sono stati designati come «casi Covid-19», dove la «d» sta per disease=malattia, anche se si tratta di persone non malate ma al massimo contagiose per un determinato periodo. Gli autori formulano alle informazioni governative e alla stampa il rimprovero, grave ma giustificato, di aver fuorviato il pubblico sul «numero dei casi» o sul numero dei «casi di Covid-19».

Gli autori si chiedono poi se il tipo di tampone (sviluppato nel laboratorio del prof. Drosten e applicato in tutto il mondo) chiamato anche test PCR a causa della tecnica impiegata – abbia una qualche validità e giungono alla conclusione che non ne ha pressochè alcuna: in primo luogo, i tamponi non sono mai stati effettuati su gruppi rappresentativi di soggetti ma su gruppi molto speciali – per esempio pazienti da operare o in case di riposo – sicché i risultati non possono essere generalizzati all’intera popolazione. Non se ne può quindi dedurre alcuna informazione affidabile sul corso di una pandemia.

Ovviamente il test ha senso per es. su pazienti in attesa di operazione, per sapere se devono essere operati in sala operatoria di isolamento e poi assistiti in un reparto di isolamento.

In secondo luogo ci sono - come per tutti i test – risultati falsi positivi e falsi negativi, anche se in questo caso la portata dei risultati errati non era chiara. Gli autori illustrano il problema delle categorie rappresentative e dei risultati falsi positivi dei test – particolarmente per piccoli numeri – con una analogia presa dall’ornitologia:

Se si osservano e si contano gli uccelli migratori come il nibbio nel loro percorso più breve, in primo luogo (è raro che li si possa contare tutti e per questo) se ne contano sempre troppo pochi, talché è difficile se non impossibile concluderne il numero complessivo. In secondo luogo è possibile scambiare alcune poiane per nibbi (risultati falsi positivi) o prendere alcuni nibbi per poiane (risultati falsi negativi). Se nel caso del tampone del Cov-2 la probabilità dei falsi positivi è del 5%, 500 persone di 10.000 sottoposte al tampone presenteranno un risultato positivo, pur non essendo state contagiate dal virus,

Reiss e Bhakdi portano come esempio il fatto che nella Charité (l’ospedale universitario di Berlino) a metà aprile più di 7.500 impiegati sono stati sottoposti al tampone: 25 di questi (lo 0.33%) erano positivi.

Anche se il test applicato fosse eccellente e consegnasse soltanto l’1 % di risultati falsi positivi, ci si dovrebbe aspettare che 75 di 7.500 (1%) risultassero contagiati (falsi positivi) pur non essendolo. Quindi tutte le 25 persone risultate positive al test erano invece non contagiate.

Morale degli autori: bisogna conoscere la probabilità di falsi positivi e non si deve prestare alcuna attenzione a risultati di fatto non validi.

G. Che cosa significa: «deceduti di Covid-19»?

Gli autori lamentano giustamente il fatto che i media e la politica abbiano dichiarato e continuino a dichiarare tutti i deceduti «morti di Covid-19», sia che la causa di morte sia stato il virus, sia che sia stata un’altra malattia. Sul certificato di morte è lecito scrivere «Covid-19» esclusivamente se la causa del decesso è stata la malattia «Covid-19». Le cifre dei morti di Covid-19 sono risultate troppo elevate perché i deceduti propriamente di Covid-19 sono stati contati insieme a tutti coloro che sono morti per un altro motivo (incidente stradale, infarto, ...) e che per caso erano risultati positivi al tampone. Non soltanto l’informazione era deviante, ma anche fonte di paura e terrore.

H. Cause di morte e letalità

Lege artis tutti i deceduti per cause di morte non chiare devono essere soggetti a autopsia (cosa che può essere diversa nei vari paesi). Questo però non è successo durante la pandemia praticamente mai e in nessun luogo, talvolta per motivi comprensibili. Tuttavia l’autopsia sarebbe stata l’unica strada attendibile per accertare per quali persone il virus è pericoloso, ma tale opportunità è stata ampiamente persa.

Un unico medico legale (il prof. Püschel di Amburgo) – e dispiace constatare che lo abbia fatto contro le raccomandazioni esplicite del Robert-Koch-Institut – ha condotto le autopsie su tutti i deceduti dei quali era nota l’infezione con SARS-Cov-2: il risultato è stato che tutti soffrivano di patologie pregresse.

Talvolta i media riferivano di morti in età relativamente giovane e senza patologie pregresse, il che non vuol dire che queste non fossero di fatto presenti; durante l’autopsia vengono infatti spesso individuati disturbi non noti dall’anamnesi.

Gli autori rilevano pertanto che il numero di persone contagiate è molto superiore a quello delle persone risultate positive al tampone, e valutano, in base a diversi lavori scientifici, la percentuale dei cosiddetti «morti di Covid-19» tra gli infetti allo 0.4%. Dal momento che il numero di deceduti primariamente di SARS-Cov-2 è inferiore a quello dei cosiddetti «morti di Covid-19», la vera letalità cadrebbe tra lo 0.1 e lo 0.3%, in linea con uno studio del prof. Streek dell’Università di Bonn, senza differire molto – e questo è importante! - dai tassi di letali di altre epidemie di influenza.

I. I media

Quanto ai media, Reiss e Bhakdi li accusano di copertura incompleta e di parte, soprattutto per aver evitato di trasmettere informazioni rassicuranti. Per esempio, uno studio scientifico condotto a Marsiglia ha analizzato le cause di morte di pazienti deceduti per malattia delle vie respiratorie, chiedendosi se questi stessi pazienti si fossero contagiati con la SARS-Cov-2, oppure se avessero un altro tipo di Coronavirus. Dal momento che non c'erano differenze significative, gli autori di questo studio sono arrivati alla conclusione che la mortalità del SARS-Cov-2 è stata probabilmente sovrastimata.

J. «Effetto-Bergamo- Test-di- Drosten»

Di fatto Reiss e Bhakdi schizzano – senza chiamarlo così – un «Effetto-Bergamo-Drostentest»: la processione di camion militari carichi di bare ha girato il mondo ed è stata associata con i nuovi «casi di Covid-19» basati sul tampone sviluppato dal prof. Drosten. Questa associazione, non giustificata quanto fatale, ha gettato molte persone in uno stato di ansia irrazionale e prodotto una pressione politica alla quale il Ministro Spahn e tutto il governo non sono stati in grado di opporsi, sentendosi piuttosto costretti a proclamare limitazioni dei diritti fondamentali eccessive e cariche di conseguenze. In maniera simile sono andate le cose in molti paesi, rispetto ai quali comunque Reiss e Bhakdi mostrano una serie di differenze interessanti.

K. Andamento e gestione della pandemia: le limitazioni dei diritti fondamentali

Sulla base dei dati del Robert-Koch-Institut gli autori mostrano che a partire da metà marzo il tasso di riproduzione (Rt) era sceso da più di 3 all’1 scarso (21 marzo) e che il «lockdown» introdotto due giorni dopo, il 23 marzo, e che dovrebbe essere chiamato piuttosto limitazione dei diritti fondamentali non ha contribuito al calo a meno di 1. Di conseguenza – e tenendo conto del tempo di incubazione e della durata dell’infezione - il picco relativo delle persone testate come positive (relativo al numero complessivo di tamponi) era già sceso a fine marzo/inizio aprile. Reiss e Bhakdi non negano che la limitazione dei diritti fondamentali abbia portato a un ulteriore calo del tasso di riproduzione a partire da aprile; sottolineano però che la limitazione dei diritti fondamentali, in quanto non necessaria, ha portato notevoli svantaggi e nessun vantaggio.

L. Danni collaterali

Gli autori affrontano solo brevemente i problemi economici creati dalla limitazione dei diritti fondamentali (restituzione del debito, insolvenze etc.). Piú gravi paiono loro gli effetti complessi sul corpo e sull’anima delle persone chiuse in casa: una sfilza di diverse malattie, in parte conseguenza fatale di operazioni rinviate, la solitudine, l’isolamento, disumano e indegno, degli anziani imprigionati nelle case di riposo, nonché gli effetti, possibili e sicuri, sui bambini: stress psicologico, ansia e ritardi e carenze nell’istruzione.

Gli autori affrontano anche, con cautela, gli aspetti giuridici. In linea di principio sono possibili limitazioni dei diritti fondamentali come le summenzionate misure di isolamento, ma ogni singola misura deve essere oggetto di controllo continuo per verificare in primo luogo se è ancora necessaria, primo, e, secondo, se è adeguata. Se, dove e come questi controlli hanno avuto luogo viene descritto purtroppo soltanto in pochissimi casi. Se ne deve concludere che molti giuristi hanno dormito? Quelli dell’iniziativa SchlussJetz.org di sicuro si sono svegliati.

M. Stategie alternative

L’efficacia delle misure adottate nei vari paesi è difficilmente paragonabile a causa delle diverse condizioni. Paragonando le mortalità in vari paesi, gli autori affermano in ogni caso che la Svezia, fortemente criticata per la cifra di «morti di Covid-19» per milione di abitanti, non presenta affatto un picco di mortalità ma è situata nella parte mediana superiore; molti di più sono i «morti di Covid-19» per es. in Spagna, in Italia o nel Regno Unito. Nella Repubblica Ceca e in Turingia la parziale sospensione delle limitazioni delle liberà fondamentali non ha avuto conseguenze sull’andamento della pandemia; in nessun luogo si è verificata la temuta esplosione di «casi», cosa che rappresenta un ulteriore argomento del fatto che le misure, per lo meno in quei momenti, non avevano più alcun effetto sulla pandemia. Gli autori chiedono pertanto che tutte le limitazioni dei diritti fondamentali vengano immediatamente revocate. Al momento della redazione del presente testo circola una comunicazione (download pdf) redatta da medici di terapia intensiva che parla per sé confermando le tesi di Reiss e Bhadki.

N. ...e la prossima volta?

Alla domanda su quale sarebbe stata una soluzione migliore della strategia di limitazione dei diritti fondamentali, Reiss e Bhadki danno la seguente risposta: un approccio ragionevole per proteggere i gruppi maggiormente a rischio, tenendo conto degli aspetti etici.

Nel caso di una futura epidemia in qualche modo paragonabile la strategia migliore sarebbe secondo Reiss e Bhadki la protezione coerente del gruppi a rischio soprattutto in centri di cura e di ricovero per anziani.

ReissBhakdi_review_7.pdf

Reiss_Bhakdi_Corona_falso_allarme_Traduzione_v7.pdf

EMW_Covid20.pdf

Commentary regarding the commensurability of the anti-corona measures (German)

Vorrang vor Gesundheitsschutz und Leben vor Corona und während Corona

Nimm was Du willst, und zahle Deinen Preis. So lautet ein Sprichwort als Hilfe für einen Menschen, der sich für eine von mehreren Möglichkeiten entscheiden muss. Es lässt sich auf die Gesellschaft, die mit dem Coronavirus umgehen muss, übertragen. Was immer wir in dieser Situation tun - es geht nicht ohne Nachteile. Wobei die Gesellschaft nicht nur den Preis akzeptieren muss, sondern sich auch einigen muss, wer ihn zu zahlen hat.

Schon auf der ersten Stufe: was wollen wir? gibt es offenbar Unklarheit. Zunächst hieß es, das Gesundheitssystem darf nicht überlastet werden, jeder muss im Bedarfsfall ein Intensivbett zur Verfügung haben. Diese Wahl wurde getroffen, ohne dass über die Kosten hierfür ernsthaft diskutiert wurde. Sie betragen neben den in diesem Zusammenhang zu vernachlässigenden Behandlungskosten: 6 Millionen Arbeitslose, vernichtete Existenzen, sogenannte Hilfspakete in dreistelliger Milliardenhöhe auf der rein wirtschaftlichen Seite. Zugegeben: diese Kosten sind nicht nur durch die Entscheidungen unserer Regierungen veranlasst, sondern zum Teil durch die lockdowns in Europa und anderen Ländern. Aber die sozialen Kosten - Eltern, die nicht wissen, wie sie die Betreuung ihrer Kinder und ihre Berufstätigkeit vereinbaren sollen, Schüler, die über Monate nichts lernen, Kleinkinder, die sich nicht bewegen und mit anderen spielen können, Menschen, die häuslicher Gewalt ausgeliefert sind - gehen ausschließlich auf die Entscheidungen in unserem Land zurück.

Das ist alles bereits bezahlt - die Diskussion darüber, ob der Preis angemessen war, muss nicht mehr geführt werden. Aber die Frage, wie wir weitergehen, nachdem das Ziel -Intensivbett für jedermann - mehr als erreicht ist, und welchen Preis wir weiter zahlen sollen, bleibt.

Jetzt scheint der Wunsch zu sein, dass niemand an oder mit Corona stirbt. Denn es hat sich gezeigt, dass auch bei optimaler Behandlung Todesfälle nicht auszuschließen sind. Was wären die Kosten dafür? Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, könnte man versuchen durch weiteren noch strengeren lockdown und Abschottung, das Virus auszumerzen. Dass dies für eine Gesellschaft in der Mitte Europas, die vom Handel und Austausch mit anderen Staaten lebt, bei diesem leicht übertragbaren Virus keine realistische Möglichkeit ist, dürfte auf der Hand liegen und wird von den Virologen Prof. Drosten und Prof. Streeck, Leiter der Heinsbergstudie, so eingeschätzt. Die Alternative ist durch Fortsetzen des lockdowns die Ausbreitung so weit wie möglich und damit Todesfälle zu verhindern. Kosten hierfür: siehe oben. Politiker, die nach den Möglichkeiten von weiteren Lockerungen gefragt werden, wiederholen stereotyp: die Gesundheit und das Leben haben absoluten Vorrang. Wer wann die wirtschaftlichen Kosten tragen soll, wie die sozialen Folgen auszuhalten sind, darf - da es ja um das höchste Gut Leben und Gesundheit geht - nicht hinterfragt werden. Jeder Preis für dieses Ziel, soll gezahlt werden müssen. Eine Diskussion ist nicht erwünscht.

Man kann ja so entscheiden. Nur: wie passt das mit den bisherigen Entscheidungen, die in Bezug auf die Gesundheit der Menschen getroffen wurden, zusammen?

Hier ein kleiner Überblick:

Jährlich 57.000 Menschen erkranken an Lungenkrebs*, jährlich sterben rund 46.000 Menschen daran und weitere rund 9.000 an COPD. Hauptursachen: Rauchen und Feinstaub. In Deutschland gibt es bis heute kein umfassendes Werbeverbot für Tabakerzeugnisse, wie man gerade an den jetzigen Bemühungen der Regierung, ein solches langfristig auf den Weg zu bringen, in den Zeitungen nachlesen kann. Unsere Regierung ist jahrzehntelang vor der Tabaklobby eingeknickt – zuletzt indem sie sich geweigert hat, das Rauchverbot in Gaststätten über den Arbeitsschutz und damit als Bundesgesetz zu regeln. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, damit Jugendliche erst gar nicht abhängig werden? Über die fehlenden Bemühungen, die Feinstaubbelastungen zu reduzieren, sind weitere Ausführungen nicht erforderlich.

Rund 940 Menschen täglich (!) sterben an Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems - die bekannten Ursachen für einen Teil dieser Krankheiten sind neben Rauchen Übergewicht, schlechte Ernährung, Diabetes, mangelnde Bewegung. Was wird unternommen, damit Kinder lernen, sich gesund zu ernähren? Welchen Sportunterricht bekommen unsere Kinder, in welchem Zustand befinden sich die Turnhallen? Schwimmbäder wurden geschlossen, weil kein Geld für deren Betrieb vorhanden ist. Erst jetzt bringt die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg, das den Zucker in Kindergetränken verbieten soll usw.

Jährlich sterben 10.000 bis 20.000 Menschen an antibiotikaresistenten Krankenhauskeimen. Wie man dies verhindern kann, zeigen die Niederlande. Die dafür notwendigen Maßnahmen wurden in Deutschland für nicht finanzierbar gehalten.

Täglich 200 bis 300 Menschen sterben an Schlaganfällen. Wo sind die Schlaganfalleinheiten, die ein schnelles Behandeln ermöglichen? Wie lange dauert es inzwischen selbst in Großstädten, bis ein Rettungswagen bei einem akuten Schlaganfall eintrifft?

Jährlich rund 3.000, also täglich 8 bis 9 Menschen sterben im Straßenverkehr, täglich rund 182 werden schwer verletzt, 887 täglich leicht. Hauptursachen: zu geringer Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit. Was haben unsere Regierungen in den letzten Jahren getan, um diese Zahlen zu verringern? Die gerade erst verschärften Sanktionen für Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 20 km/h innerorts auch bei einem Erstverstoß will unser Verkehrsminister wegen einer Onlinepetition der Autofahrer zurücknehmen. Man kann sehr oft durch Berlin mit Tempo 71 rasen, ohne dabei erwischt zu werden - Erstverstoß heißt ja nur, dass man das erste Mal geblitzt wurde. Wieviel Menschenleben und wieviel Gesundheit werden hier dem Wunsch nach schneller Bewegung geopfert, ohne dass offengelegt wird, welche Wertungen dem zu Grunde liegen?

Die Liste der ungenutzten Möglichkeiten für die Verhinderung von Todesfällen und Krankheiten, die kein Geld kosten würden, lässt sich noch lange fortsetzen. Hier wurde keineswegs immer nach der Vorgabe „Leben und Gesundheit der Menschen haben Vorrang“ gehandelt.

Dies ist die eine Seite. Die andere sind die Kosten im Gesundheitssystem, die über die Krankenversicherungen bezahlt werden müssten.

In der Vergangenheit wurde immer abgewogen, welche Kosten für die Behandlung von Krankheiten aufgewendet werden. Wir haben es nicht nur getan, sondern wir müssen es auch tun, denn unsere Ressourcen sind endlich, auch wenn wir uns gerade so verhalten, als wären sie es nicht. Warum also tun wir jetzt alles, was wir können und noch weit mehr (die Kosten werden ja über Schulden in die Zukunft verlagert), damit niemand an einer Infektionskrankheit stirbt? Und zwar an einer, die bezogen auf die Gesamtbevölkerung eine Letalität wohl um die 0,3 Prozent hat***. Ist das rational zu erklären? Es passt jedenfalls nicht zu den sonstigen Entscheidungen und Handlungen unserer Regierung. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass jetzt Verschwörungstheorien Hochkonjunktur haben. Warum haben die Menschen mehr Angst, an Covid 19 zu erkranken als bei der Teilnahme am Straßenverkehr - auch als Fußgänger - verletzt zu werden? Und werden wir bei der nächsten Grippeepidemie, bei der sich eine Übersterblichkeit von 25.000 Toten abzeichnet (so die geschätzte Zahl für den Winter 2017/2018) wieder einen lockdown vornehmen? Oder sind 25.000 zu wenig, reagieren wir erst bei 50.000? Oder schon bei 10.000? Erarbeiten wir dafür auch Kriterien wie jetzt die maximal 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner für erneute weitere Einschränkungen?

Inzwischen wissen wir genug über das Virus, um eine Eindämmung der Epidemie auch ohne große Einschränkungen so zu erreichen, wie es das ursprüngliche Ziel war: kein Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Dafür brauchen wir als erstes Aufklärung - alle müssen wissen, was ein Virus ist und wie dieses Virus übertragen wird und weshalb die Beschränkung der Kontakte und das Abstandhalten zu einer Verlangsamung der Ausbreitung und damit zeitlicher Entlastung des Gesundheitssystems beiträgt. Aber alle sollten auch wissen, dass für gesunde Menschen die Gefahr, schwer an Covid 19 zu erkranken oder zu sterben, gegen Null geht. Und dass auch alte Menschen fast immer nur dann einen schweren Verlauf haben oder daran sterben, wenn sie vorerkankt waren. Warum wird in den Medien immer wieder betont, dass auch junge Menschen daran erkranken oder sterben können? Damit der Teil der Bevölkerung, der sowohl die sozialen als auch die wirtschaftlichen Folgen zu stemmen hat, die strengen Maßnahmen akzeptiert? Damit die Menschen Angst haben und alle Einschränkungen hinnehmen? In der Altersgruppe der 5 bis 44jährigen sterben täglich rund 390 an Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems - war das jemals eine Meldung wert?

Wenn wir ausreichend aufklären und auf die Vernunft der Menschen setzen, brauchen wir keine Einschränkungen mehr. Kinder und Jugendliche erkranken nicht - Kitas und Schulen bis zur 10. Klasse müssen geöffnet werden. Sie geschlossen zu halten, damit möglichst wenig Infizierte dazu führen, dass die Risikogruppe nicht infiziert wird, ist unverantwortlich. Hier werden die Kosten für die Vermeidung von Infektionen mit großer Selbstverständlichkeit auf die Kinder und die Eltern junger Kinder abgewälzt, die auch die wirtschaftlichen Folgen schultern müssen. Dabei kann jeder Mensch, der nicht mehr arbeiten muss, sich selbst vor einer Infektion schützen - niemand muss einkaufen gehen und niemand aus der Risikogruppe muss engen Kontakt zu anderen Menschen haben, solange die Epidemie läuft und weder ein Impfstoff noch ein Medikament vorhanden ist. In Alters- und Pflegeheimen kann und sollte mit Schutzmasken gearbeitet und ein Eindringen des Virus verhindert werden. Aber auch hier sollten die Bewohner die Wahl haben, ob sie lieber an Einsamkeit leiden oder das Risiko einer Erkrankung in Kauf nehmen und Besuch erhalten und feiern dürfen. Dies dürfte einen gewissen organisatorischen Aufwand erfordern, muss aber möglich sein.

Aber: welchen Preis auch immer wir zu zahlen bereit sind: wir werden eines Tages sterben. Das ewige Leben steht nicht (jedenfalls derzeit) auf der Liste der auswählbaren Möglichkeiten.

* Krebsinformationsdienst

**Alle Daten sind von krebsdaten.de, statista.com und destatis.de. und beziehen sich auf Deutschland im Jahr 2017

*** Die vielen Todesfälle in der Lombardei lassen eine höhere Letalität vermuten. Sie ist u.a. aber wohl darauf zurückzuführen, dass dort viele Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen erfolgten. Man hat, um die Krankenhäuser zu entlasten, dort leichte Fälle ausgerechnet in Altenheimen untergebracht. Die hier angenommene Letalitätsrate ergibt sich aus der sogenannten Heinsberg-Studie. Da aber unbekannt ist, wie hoch die Dunkelziffer der Infizierten ist, ist es durchaus möglich, dass die Letalitätsrate noch unter 0,3 % liegt. Die Letalität von 0,3 % steht aber in Übereinstimmung mit der Letalität auf der Diamond Princess. Dort sind von etwas über 700 Infizierten zwar 7 und somit rund 1 % gestorben. Der Altersdurchschnitt betrug dort aber 60 Jahre, sodass sich hieraus auch eine Letalität bezogen auf eine Gesamtbevölkerung von 0,3 % ergeben soll.

Eva-Maria Weber-Schramm, Vorsitzende Richterin am Landgericht Berlin (i.R.)

EMW_Covid24_abbreviato_per_Mente_Politica.pdf

Commentary on the commensurability of the anti-corona measures taken (Italian)

Del primato della protezione della salute e della vita prima e durante il Coronavirus

Eva-Maria Weber-Schramm*

Prendi quel che vuoi ma pagane il prezzo. Così suona un proverbio tedesco utile per chiunque debba decidere tra più possibilità, e che si può a estendere alle società alle prese con il Coronavirus. Qualunque cosa si faccia, ci saranno sempre degli svantaggi. La società deve dunque non soltanto accettarne il prezzo, primo, ma anche, secondo, mettersi d’accordo su chi lo deve pagare.

Partiamo dal primo punto: che cosa vogliamo? A quanto pare non c’è chiarezza. La prima cosa che si diceva era che non bisognava sovraccaricare il sistema sanitario e che ognuno, in caso di bisogno, aveva diritto a un letto in terapia intensiva. Questa scelta venne compiuta senza aver discusso seriamente dei costi: 6 milioni di disoccupati, tante, troppe esistenze distrutte nonché, dal lato puramente economico, aiuti finanziari per pacchetti di aiuto di centinaia di miliardi. E’ vero che questi ultimi costi non sono stati indotti soltanto dalle decisioni dei nostri governi ma anche dai lockdowns in Europa e in altri paesi. I costi sociali però derivano esclusivamente dalle decisioni del nostro paese: genitori che non sanno come mettere insieme le attività lavorative e l’assistenza ai bambini; scolari e studenti che non imparano niente per mesi; bambini che non possono muoversi nè giocare con altri bambini; esseri umani consegnati alla violenza casalinga.

Tutto questo l’abbiamo già subito. Rimane però la domanda su come si debba procedere dopo che lo scopo – numero sufficiente di letti in terapia intensiva – è stato più che raggiunto, e quale prezzo dobbiamo continuare a pagare.

Il desiderio sembra essere adesso che nessuno debba morire di o con Coronavirus, anche se è chiaro che anche nel caso del miglior trattamento possibile non si possono escludere casi di decesso Quali ne sarebbero i costi? Se vogliamo raggiungere questo scopo, si potrebbe cercare di sradicare il virus con un ulteriore lockdown ancor più radicale, cosa che per una società dell’Europa centrale che vive di scambi e commerci con altri stati non è una ipotesi realistica. L’alternativa sarebbe rallentare la diffusione del virus e evitare decessi prolungando le misure di lockdown. Quanto ai costi da pagare, vedi sopra. I politici interrogati sulla possibilità di ulteriori misure di chiusura ripetono in maniera stereotipa che la salute e la vita hanno la massima priorità. Chi e quando dovrà pagare i costi economici o come reggere alle conseguenze sociali, non sono domande da fare quando ne va dei beni più alti, la vita e la salute. A questo scopo si deve pagare qualsiasi prezzo: fine della dicussione.

Si può decidere in questo modo, certo. Ma come si conciliano queste posizioni con le decisioni prese fino a questo momento in merito alla salute della popolazione? Ecco una piccola panoramica**:

Ogni anno in Germania muoiono 46.000 persone di cancro ai polmoni; altre 9.000 di COPD (malattia polmonare ostruttiva cronica). Cause principali: fumo e polveri sottili. Ogni giorno (!) muoiono 940 persone di malattie cardiovascolari, le cui cause note sono, accanto al fumo, sovrappeso, cattiva alimentazione, diabete, sedentarietà.

Ogni anno in Germania muoiono da 10.000 a 20.000 persone per malattie nosocomiali causate da batteri resistenti agli antibiotici: le misure necessarie a evitarlo sono state ritenute finora non finanziabili.

Ogni giorno (!) da 200 a 300 persone muoiono di ictus anche se molti di questi decessi sarebbero evitabili con una prevenzione adeguata.

Ogni anno 3.000 persone, da 8 a 9 al giorno, muoiono in incidenti stradali. Le cause principali, scarsa distanza di sicurezza, velocità elevata. Che cosa hanno fatto i nostri governi negli ultimi anni per abbassare queste cifre? L’elenco delle possibilità inutilizzate per evitare gli incidenti mortali è lungo, ma in tutti questi casi non si agisce affatto in base al principio del „primato della vita e della salute umana“.

Questo è un aspetto; un altro riguarda i costi del sistema sanitario che deve essere pagato tramite l’assicurazione sanitaria. In passato si è sempre tenuto conto del costo dei trattamenti di cura, anzi ogni società deve farlo perché le risorse sono finite, anche se attualmente ci comportiamo come se non lo fossero. E allora, perchè mai oggi facciamo di tutto epersino di più – i costi vengono trasferiti al futuro tramite il debito - affinché nessuno muoia di una malattia infettiva, e in particolare di una malattia che, per quanto riguarda l’insieme della popolazione, ha una letalità intorno allo 0,3%?***. C’è una spiegazione razionale?

In ogni caso tale comportamento non corrisponde alle altre decisioni e azioni del governo.

Nel frattempo sappiamo abbastanza di questo virus da essere in grado di contenere l’epidemia, anche in assenza di grandi limitazioni, senza provocare il collasso del sistema sanitario. A questo scopo la prima cosa di cui abbiamo bisogno è informazione seria. Tutti dobbiamo sapere che cos’è un virus, come si trasmette e perché la limitazione dei contatti e il mantenimento delle distanze contribuiscono al rallentamento della sua diffusione, abbassando la pressione sul sistema sanitario. Ma tutti dovrebbero anche sapere che per persone in buona salute il rischio di ammalarsi gravemente o di morire di Covid 19 è vicino allo zero e che anche per gli anziani il decorso è grave o mortale quasi eclusivamente nel caso di malattie pregresse.Perché i media sottolineano con enfasi il fatto che anche i giovani possono ammalarsi e morire? Forse affinché la parte della popolazione chesubisce le gravi conseguenze sociali ed economiche accetti di buon grado misure rigorose?Affinché la gente abbia paura e sopporti tutte le restrizioni? Nella fascia d’età tra i 5 e i 44 anni muoiono quotidianamente circa 390 persone di malattie cardiovascolari; se ne è mai fatto notizia?

Se informiamo con la dovuta chiarezza e ci affidiamo alla ragionevolezza della gente, non avremo più bisogno di limitazioni. I bambini e i ragazzi non si ammalano, riaprite le scuole. Mantenerle chiuse o riaprirle a turno e a distanza, affinché il gruppo a rischio venga contagiato il meno possibile, è irragionevole. In questo modo i costi per evitare l’infezione vengono rovesciati,come se fosse ovvio e inevitabile, sui bambini e sui loro genitori, che già devono sopportare le conseguenze economiche.

Dopotutto chi non è tenuto a lavorare (es. pensionati, malati...), può benissimo proteggersi dall'infezione: nessuno è costretto a far la spesa, nessun appartenente ai gruppi a rischio è obbligato ad avere contatti stretti con altre persone fin a quando l’epidemia è in corso. Nelle case di cura e di riposo si può e si deve lavorare con mascherine protettive e limitare la diffusione del virus, ma anche qui gli ospiti devono avere la possibilità di scegliere se vivere in solitudine o accettare consapevolmente il rischio, ricevere visite e far festa. Questo richiederà un certo sforzo organizzativo ma la cosa dovrebbe essere fattibile.

In conclusione, qualsiasi sia il prezzo che siamo disposti a pagare, un giorno moriremo. Tutti. La vita eterna non si trova per il momento nell’elenco delle opzioni possibili.

*Presidente emerito presso il Tribunale Provinciale di Berlino

Traduzione dal tedesco di Francesca Rigotti

**Tutti i dati, che si riferiscono alla Germania del 2017, in: krebsdaten.de, statista.com e destatis.de.

***La letalità qui assunta deriva dallo studio scientifico di Heinsberg, in https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.04.20090076v2. Tuttavia, poiché non si conosce il numero delle persone contagiate, è possibile che la letalità sia ancora inferiore allo 0,3%. Essa coincide comunque con quella della nave Diamond Princess, dove di 700 contagiati ne sono morti 7, quindi l’1%, ma poiché l’età media era di 60 anni, anche in questo caso la letalità sull’insieme della popolazione ammonta allo 0,3%

Ancient Greek and Latin

Does Oxford make Brexit persistent ?

In defence of Homer

Oxford is considering dropping the Odyssey and the Iliad from its compulsory classics papers.

https://www.spiked-online.com/2020/02/27/in-defence-of-homer/?fbclid=IwAR3maajeJOBJMBO8KlOjfFYfW0d0kS6A67hEKq0y4DSqBsGNUXCKfzM-RYY

no comment.

Epicurus - A Happy Greek

Christos Yapijakis has written a theatrical play "A Happy Greek"
which regards the life, humanism and work of Epicurus.
Sample: https://www.youtube.com/watch?v=Zw9QoJXIiXg
The book's title is
ΕΝΑΣ ΕΥΤΥΧΙΣΜΕΝΟΣ ΕΛΛΗΝΑΣ
Η ΖΩΗ ΚΑΙ ΤΟ ΕΡΓΟ ΤΟΥ ΕΠΙΚΟΥΡΟΥ
ΓΙΑΠΙΤΖΑΚΗΣ ΧΡΗΣΤΟΣ
Politeía, Athens 2020

An English translation is in preparation.

We all speak Greek - Wir sprechen alle Griechisch

Broschüre unterstützt von der Kultusministerkonferenz und von der EU-Kommission sowie von der Botschaft der Hellenischen Republik in Deutschland.

The Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs of the Länder in the Federal Republic of Germany, the EU Commission and the Greek Ambassy in Germany support this brochure.

Its first statement is: We all speak Greek - Wir sprechen alle Griechisch. 

Here is a pdf of the brochure.

Totgeglaubte leben laenger

Heike Schmoll berichtet in der FAZ vom 24.12.2019 über einen Anstieg des Interesses an Altgriechisch und seine Hintergründe:

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/klassenzimmer/griechischunterricht-totgeglaubte-leben-laenger-16550368.html

La notte nazionale dei licei classici : Vorbild für eine europäische Initiative ?

Coming up:

The Night of Classics Grammar Schools / Die Nacht der Humanistischen Gymnasien /

La notte nazionale dei licei classici 17 GENNAIO 2020 ORE 18:00 - 24:00

Il latino oggi: perché dobbiamo continuare a studiarlo

Stelio Fergola presents a summary on why learning Latin is still worth while:

https://oltrelalinea-news.cdn.ampproject.org/c/s/oltrelalinea.news/2019/10/29/latino-oggi/amp/

Festival européen latin grec, 2 - 7 juin à Lyon

In Lyon wird jedes Jahr ein Festival (stadtweit) durchgeführt,
ein Jahr mit lateinischem Schwerpunkt, das andere Jahr mit griechischem Schwerpunkt.

La 14e édition mettra à l'honneur Les Métamorphoses d'Apulée. L'édition 2020 du Festival européen latin grec se déroulera du 2 au 7 juin à Lyon. https://eduscol.education.fr/lettres/actualites/actualites/article/festival-europeen-latin-grec-2020.htm

et (en anglais)

http://festival-latingrec.eu/english-public-reading-2020/

Eine ungewöhnliche Sicht auf den Lateinunterricht: "Metamorphosen der sexuellen Gewalt"

Katharina Wesselmann zu sexueller Gewalt in der Antiken Literatur und in der Mythologie in ZEIT online: https://www.zeit.de/kultur/2019-09/lateinunterricht-sexuelle-gewalt-antike-texte-metoo-10nach8/

Latein ist mehr als eine Sprache !

Es gibt Tote, die ein langes Leben haben. Latein zum Beispiel.
Eine Liebeserklärung von Thomas Ribi

https://www.nzz.ch/meinung/llatein-ist-mehr-als-eine-sprache-frischluft-fuer-den-geist-ld.1471669

Nachwuchswettbewerb Latein und Altgriechisch

Nachwuchslehrkräfte in den Fächern Latein und Altgriechisch können noch bis zum 31. Oktober 2019 innovative Lerneinheiten zum Wettbewerb „Ad Astra“ einreichen. Ausgerufen wird dieser erstmals vom Ernst Klett Verlag und dem Deutschen Altphilologenverband (DAV). Nähere Informationen finden sich hier.

Le latin et le grec séduisent encore

epiStoa: Latin and Ancient Greek as European Cultural Heritage

The promotion of Latin and Ancient Greek through epiStoa has been accepted as a European Cultural Heritage project:

https://sharingheritage.de/en/projects/european-values-and-ancient-languages-latin-and-greek/

Griechich_Broschuere_Deu_Klett_RZ_8.11.2019.g_reducedSize.pdf

Introductory texts

Books:

Bettini, Maurizio
A che servono i Greci e i Romani?
Einaudi, 2017
Wilfried Stroh
Latein ist tot. Es lebe Latein!
List, 2015 (9. Aufl.)

Wilfried Stroh
Le Latin est mort, vive le latin !

Petite histoire d'une grande langue
Les Belles Lettres, 2008

Augustin d'Humières, Marion Van Renterghem
Homère et Shakespeare en banlieue
Grasset, 2009


Press releases on epiStoa

epiStoa im Forum Classicum

Im Forum Classicum (3/2019) des Deutschen Altphilologenverbands wird über epiStoa berichtet:

https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/fc/article/view/68375/61630

Regarding the Annual Meeting of epiStoa in Verbania: IlSole24Ore, Milan

An article on epiStoa - as well as on a book published by Maurizio Bettini - has appeared under the URL:

https://www.ilsole24ore.com/art/cultura/2019-04-03/piu-greco-e-latino-salvare-l-europa-populismi-151927.shtml?uuid=ABHVDakB

and a second article by Lucia Orelli has appeared on DoppioZero under

https://www.doppiozero.com/materiali/riprendere-il-filo-eretico-del-pensiero

ILMaschile-IlSole24Ore, Milan, on epiStoa

Kathimerini, Athens, on epiStoa

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epiStoa commented on Italian TV talk show Otto e mezzo :

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